Foto-Studio Jungheim
Die Portrait Fotografen am Niederrhein

In dieser neuen Rubrik stellen wir unsere Heimat vor

Hier sind wir zu Hause

Odenkirchen (Mönchengladbach) und Jüchen (Rhein-Kreis Neuss), die Standorte unserer beiden Studios, liegen in der Niederrheinischen Bucht – im speziellen der Jülicher Börde – auf der linken Rheinseite.

Die leicht gewellte Landschaft ist geprägt von Ackerbau und Industrie. Wobei im Ackerbau vor Allem Getreide-, Raps, Kartoffel- und Rübenfelder (je nach Jahreszeit) überwiegen.

Bei der Industrie ist die umstrittene Braunkohleverstromung überregional bekannt. Der Tagebau Garzweiler liegt zu einem großen Teil auf dem Stadtgebiet von Jüchen und die Skyline wird in unmittelbarer Nähe von vier großen Braunkohlekraftwerken mit Ihren riesigen Wasserdampfwolken bestimmt.

Außerdem ist die sehr dichte Verkehrsinfrastruktur mit zahlreichen Autobahnen und Eisenbahnlinien charakteristisch für unsere Heimat, weshalb hier eine Vielzahl von Logistikunternehmen niedergelassen sind.

Jüchen gehörte lange Zeit zum Besitz der Jülicher Grafen (später Herzöge) und war Gerichtsbezirk im Amt Kaster. In der Franzosenzeit (ab 1797) gehörte Jüchen dem Roerdepartment im Kanton Odenkirchen an, ab 1815 war es Teil des Kreises Grevenbroich. Bei der kommunalen Neugliederung im Jahre 1974 wurde Jüchen mit den Gemeinden Hochneukirch, Garzweiler und Bedburdyck zur Großgemeinde vereint und dem Kreis Neuss angegliedert. Stadtrechte erwarb Jüchen tatsächlich erst in jüngster Vergangenheit: Am 1.1.2019 wurde Jüchen Stadt.


Odenkirchen ist ein Stadtteil von Mönchengladbach und war ursprünglich mit seiner Burg eine der vier wichtigsten Festungen des Kölner Erzstiftes. Zur Franzosenzeit (ab 1797) wurde Odenkirchen Kantonshauptstadt im Roerdepartment. Im Jahre 1856 erhielt Odenkirchen Stadtrechte. Seit 1921 gehört Odenkirchen zu Mönchengladbach (bzw. zwischen 1933 und 1975 zu Rheydt).  



Die Braunkohle

Kaum ein Thema polarisiert in unserer Heimat so sehr, wie die Braunkohle. Großer Arbeitgeber einerseits - Zerstörer der Heimat und der Dörfer andererseits; wichtiger Energielieferant hier - Klimakiller dort. Unabhängig von diesen Auseinandersetzungen prägen die Kraftwerke und der zugehörige Tagebau Garzweiler nachhaltig die Landschaft.

Für den weiter wandernden Tagebau Garzweiler mussten im Laufe der Jahre gleich mehrere Stadtteile der Stadt Jüchen abgerissen und an anderer Stelle wieder neu aufgebaut werden. Mit den Stadtteilen Garzweiler, Holz, Otzenrath, Priesterrath, Spenrath, Stolzenberg wurden fast 5.000 Menschen umgesiedelt.

Auch wenn der Braunkohleausstieg beschlossen ist, steht noch nicht fest, wie die Landschaft in Zukunft aussehen wird. Ob ein riesiger See entsteht oder ein riesiges Tal zurückbleibt wird noch entschieden. Bis dahin werden allerdings noch Jahrzehnte vergehen und ein großer Teil des Stadtgebietes von Jüchen buchstäblich im Loch liegen.